Der Dyskalkulietherapeut und wann er sich so nennen darf

Sobald Sie bei Ihrem Kind eine gestörte Wahrnehmung und eine Rechenschwäche feststellen ist es wichtig zu handeln.

Denn Kinder mit einer Dyskalkulie brauchen eine qualifizierte Förderung, um ihre Fähigkeiten und ihre Wahrnehmung zu schulen.

Nicht immer kann das die Schule leisten und oftmals findet eine schulische Förderung überhaupt nicht statt.
Deshalb steigt die Nachfrage nach außerschulischen privaten Anbietern und auch deren Anzahl, was die richtige Wahl für Eltern nicht gerade erleichtert.

Die Berufsbezeichnung „Dyskalkulietherapeut“ ist – wie viele andere Berufsbezeichnungen auch – nicht geschützt. Das bedeutet, dass es sich nicht um einen standardisierten Ausbildungsberuf handelt und es keine einheitlichen Ausbildungsrichtlinien gibt.

Doch es gibt den Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V., kurz BVL, der Weiterbildungsstandards entwickelt hat, die der Qualitätssicherung und der Schaffung von Transparenz dienen.

Einrichtungen, die eine Ausbildung zum Dyskalkulietherapeuten anbieten und die für diese Ausbildung erforderlichen qualitativen und fachlichen Standards des BVL erfüllen, können sich als BVL zertifiziert ausweisen lassen. Diese Standards basieren auf den Zugangsvoraussetzungen sowie auf den Ausbildungs- und Prüfungsinhalten, die vom BVL einheitlich festgelegt wurden.

Hat ein Teilnehmer bei einer Ausbildungseinrichtung, die nach BVL zertifiziert ist, erfolgreich seine Ausbildung durchlaufen, darf er sich nach einem erfolgreichen Abschluss „Dyskalkulietherapeut nach BVL“ nennen.