Erste Orientierungshilfe zur Ermittlung einer Dyskalkulie

Bitte beachten Sie, dass der nachfolgende Fragebogen lediglich eine Orientierungshilfe für Sie als Eltern ist, um die Wahrscheinlichkeit einer Dyskalkulie zu ermitteln.

Keinesfalls handelt es sich um ein standardisiertes Testverfahren, das eine Rechenstörung zuverlässig nachweist.

Wenn Sie mindestens drei Fragen mit Ja beantwortet haben, sollten Sie von einem Fachmann klären lassen, ob bei Ihrem Kind eine Dyskalkulie vorliegt oder nicht.

  • Haben Sie beobachtet, dass Ihr Kind beim Rechnen die Finger zum Zählen zu Hilfe nimmt oder andere Gegenstände?
  • Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Kind bereits Geübtes am nächsten Tag schon wieder vergessen hat?
  • Verwechselt Ihr Kind häufig Plus mit Minus und Dividieren mit Multiplizieren?
  • Verdreht Ihr Kind häufig Ziffern und schreibt Zahlen in Sprechrichtung?
  • Bevorzugt Ihr Kind beim Rechnen die Schriftform vor dem Kopfrechnen?
  • Hat Ihr Kind Schwierigkeiten Sachaufgaben zu lösen und bezieht gegen diese eine ablehnende Haltung?
  • Ist Ihr Kind unsicher im Umgang mit Geld und insbesondere beim Wechselgeld? Kann es gleiche Geldbeträge in jeweils unterschiedlichen Münzen als gleichwertig erkennen?
  • Möchte Ihr Kind die Hausaufgaben in Mathematik nur in Ihrer Anwesenheit machen, benötigt es dafür ungewöhnlich viel Zeit, auch wenn es sich um einfache Aufgaben handelt und fragt es nach jedem Rechenschritt, ob dieser so richtig ist?
  • Weiß Ihr Kind regelmäßig nicht, was in der letzten Mathematikstunde gelehrt wurde und welche Hausaufgaben es in Mathematik hat?
  • Hat Ihr Kind Schwierigkeiten die Uhrzeit von einer Uhr mit Zeigern abzulesen? Kann Ihr Kind mit Angaben in „zehn Minuten“ nichts anfangen und hat auch kein Zeitgefühl?