Es gibt verschiedene Anzeichen, die auf eine Dyskalkulie hindeuten.

Wenn Sie bei Ihrem Kind eines oder auch mehrere Symptome beobachten, beispielsweise beim Rechnen das regelmäßige Abzählen an Fingern oder Probleme bei der Mengenerfassung, sollten Sie sich zur Klärung einer fachmännischen Beratung anvertrauen.

Die nachfolgende Auflistung möglicher Symptome ist eine erste Orientierungshilfe.

Eine Dyskalkulie kann diese Störungen aufweisen:

  • Ihr Kind benötigt beim Rechnen Hilfsmittel wie das Abzählen an Fingern, was gleichermaßen für das Rückwärtszählen gilt.
  • Ihr Kind vertauscht Rechenoperationen wie Plus mit Minus oder Multiplizieren mit Dividieren.
  • Ihrem Kind fehlt ein Gefühl für die Zeit und es hat Probleme die Uhrzeit von einer Uhr abzulesen.
  • Verschiedene Größen, Formen und die Mengenerfassung können von Ihrem Kind nicht realisiert werden.
  • Ihr Kind bevorzugt auch bei einfachen Kopfrechenaufgaben die Schriftform, was auch daran liegt, dass es beim Kopfrechnen die Zwischenergebnisse nicht speichern kann.
  • Ihrem Kind fällt es schwer oder gelingt es nicht in Textform verfasste Denksportaufgaben zur Lösung in Rechenaufgaben umzuwandeln.
  • Hat Ihr Kind eine Rechenaufgabe gelöst, beispielsweise 4+2, muss es die nachfolgende Rechenaufgabe 4+3 neu berechnen, ohne die Lösung von der ersten Aufgabe ableiten zu können.
  • Rechenaufgaben wie „6+2“ löst Ihr Kind, indem es zählend rechnet „6+1+1“, was durch Abzählen an Fingern geschieht.
  • Ihr Kind vertauscht Zahlen die ähnlich aussehen, beispielsweise 3, 6 und 9, und solche, die ähnlich klingen, beispielsweise 18 und 80 oder 17 und 70.
  • Ihr Kind schreibt Zahlen in Sprechrichtung auf, beispielweise 73 als 37.
  • Ihr Kind hat nicht nur Schwierigkeiten bei der Mengenerfassung an, sondern auch beim Zählen von Geldbeträgen. So erkennt es nicht denselben Wert, wenn 1 Euro als eine Münze oder als 5×20 Cent oder 10×10 Cent auf dem Tisch liegen.