Das BlickLabor – ein Lichtblick für Kinder mit Legasthenie und/oder Dyskalkulie

Das BlickLabor und seine Untersuchungsmethoden im Bereich des Hörens und Sehens

In einem BlickLabor werden die Untersuchungsmethoden im Bereich des Hörens und Sehens vereint.

Ausgebildetes Fachpersonal sowie spezielle Gerätschaften und Tests geben Aufschluss über mögliche Störungen in den Bereichen Hören und Sehen.

In ausführlichen und zeitintensiven Testverfahren werden das dynamische Sehen und die Blicksteuerung überprüft sowie die Hörschärfe getestet und die Signalverarbeitung im Gehirn, um nur einige zu benennen.

Am Ende liefern die Tests neben einer Diagnose vor allem wegweisende Informationen für das weitere Vorgehen und sind die Basis für weiterführende therapeutische Maßnahmen, durch die Ihr Kind nicht nur entlastet, sondern vor allem gefördert wird.

Legasthenie und Dyskalkulie äußern sich unter anderem in Störungen des Hör- und Sehsystems.

Das bedeutet, nicht die Funktion der Augen oder Ohren an sich ist gestört, sondern die Verarbeitung der aufgenommenen Reize im Gehirn, also die Sinnesverarbeitung und die Blicksteuerung.

Sobald Probleme beim Lesen, Schreiben und/oder Rechnen auftreten, sollten Wahrnehmungs- und Blickfunktionen auf eine altersgerechte Entwicklung überprüft werden, zum Beispiel in einem BlickLabor.

Im Blicklabor werden die Grundlagen der Sinnesverarbeitung überprüft und spezielle Trainingsgeräte angeboten, die helfen die Störungen zu reduzieren.

Ursprung der BlickLabore und ihre in Studien nachgewiesenen Erfolge

Die Untersuchungen und Trainings in einem BlickLabor basieren auf einer 30 Jahre dauernden Forschungsarbeit der Arbeitsgruppe Optomotorik an der Universität Freiburg.

Tatsächlich sind rund 80 Prozent der Schulprobleme bei Kindern auf Entwicklungsrückstände zurückzuführen, die bei rechtzeitigem Erkennen mit gezielten Maßnahmen aufgeholt werden können.

Um im Schulbetrieb und auch sonst im Leben bestehen zu können, muss die Verarbeitung der aufgenommenen Reize durch das Gehirn reibungslos funktionieren.

Der Erfolg des BlickLabors wurde anhand zahlreicher Studien nachgewiesen. Seine Wirksamkeit wurde durch Kontrolluntersuchungen nach dem Training nicht nur bestätigt, sondern noch übertroffen, denn das Training wirkte besser als erwartet, da bereits kurz nach Beginn des nur wenige Wochen dauernden Trainings bei den Probanden deutliche Verbesserungen eintraten.

Das BlickLabor und seine Untersuchungsmethoden

Treten bei Ihrem Kind Probleme beim Lesen, Schreiben und/oder Rechnen auf und kommt der Facharzt zu keinem Befund, dann bieten sich Untersuchungen im BlickLabor an, bei denen das dynamische Sehen, die Blickmotorik und die Hörschärfe getestet werden.

Um Wahrnehmungsstörungen oder Störungen der Blicksteuerung zu erkennen, wird die Hörwahrnehmung getestet, bei der die auditive Differenzierung überprüft wird.

Weitere Tests geben Aufschluss über die Blicksteuerung beim Sehen, über die Fähigkeit der einfachen und binokularen Stabilität der Fixation sowie über das dynamische Sehen.

Außerdem wird im BlickLabor ein Zähltest durchgeführt. Die Tests konzentrieren sich nicht auf die Funktionsweise der Sinnesorgane und auch nicht auf die Sprachverarbeitung.

Überprüft wird stattdessen die dazwischen stattfindende Signalverarbeitung im Gehirn.

In ausführlichen Testverfahren werden dann das Vorliegen einer Legasthenie und/oder Dyskalkulie überprüft und eine abschließende Diagnose gestellt.

Bei der überwiegenden Zahl der Kinder können anhand der durchgeführten Tests hilfreiche und wegweisende Informationen für die weitere Förderung des Kindes gewonnen werden.